UPnP - Universal Plug and Play

UPnP Univerasl Plug and Play

Universal Plug and Play wurde 1999 von Microsoft als Weiterentwicklung des „Plug n Play“ Standards eingeführt. UPnP arbeitet auf der Basis von Netzwerkprotokollen (wie TCP-IP, UDP, HTTP).
Die Entwicklung und Standartisierung wird vom sogenannten UPnP-Forum getragen. In diesem Forum sind über 850 Hersteller vertreten (Stand April 2008 www.UPnP.org) UPnP ist mittlerweile in den Katalog des ISO-Standards aufgenommen worden.

Durch die Arbeit auf Protokollebene ist UPnP unabhängig von der Netzwerkarchitektur. Es ist egal, ob die Geräte über Kabel (Ethernet, Fast Ethernet, FireWire), Glasfaser, Funknetzwerk (WLAN, Bluetooth) verbunden sind. Zudem ist die Arbeit vom gewählten Betriebssystem unabhängig! Es können Windows-Geräte ohne größere Probleme mit Linux-Geräten kommunizieren, was fundiertes Wissen der verschiedenen Betriebssysteme erfordert.
In Zukunft soll es möglich sein, das die Haustechnik (Elektrik, Heizung, usw.) über UPnP miteinander in Verbindung tritt. So soll zum Beispiel eine Waschmaschine eine Mitteilung über das Ende des Waschprogramms in das laufende Fernsehprogramm einblenden oder per SMS verschicken. Kühlschränke können Einkaufszettel erstellen oder sogar direkt beim Händler bestellen.

Heute schon Realität ist das Bereitstellen von Daten und Multimediainhalten über das Hausnetzwerk.
Dadurch ist es möglich Filme vom PC am Fernseher zu sehen, Bilder vom Handy auf dem Farbdrucker ohne PC zu drucken. Es müssen im Idealfall keinerlei Software oder Treiber auf irgendwelchen Geräten installiert werden. Verbinden sich UPnP-Geräte mit dem Netzwerk, stellen sie automatisch eine Verbindung zu anderen UPnP-Geräten auf und konfigurieren sich selbst.

Es können mit UPnP auch Inhalte über das Internet bereitgestellt werden.Man kann von unterwegs mit einem PDA oder Handy auf die Bildersammlung am heimischen Rechner zugreifen. Hierin liegt auch die größte Schwachstelle!
Es kann ohne Zutun und Wissen des Anwenders eine Netzwerkverbindung zwischen dem PC und einer Gegenstelle im Internet aufgebaut werden.So kann Schadsoftware (z.B. Trojaner, Würmer,Viren etc.) ohne aufzufallen den Rechner infizieren, Verbindungen nach außen aufbauen und weitere Software nachladen. Will man kein Risiko eingehen, sollte man bei seinem Router die UPnP-Funktion für Verbindungen ins Internet ausschalten.
Kritiker führen weiter an, das Informationen über weiter Schwachstellen nur Experten zugänglich sind, d.h. Für den Normal-User unverständlich. Zwar werden vom UPnP-Forum neue Standards festgelegt, aber die Umsetzung in neue Software und Hardware kommt nur langsam voran. Es bleibt abzuwarten wohin die Entwicklung letztendlich führen wird und praktikable Anwendungen auf dem Markt sind..