Ethernet Kabel
Lan Kabel
Zuerst einmal zur Klärung, was man unter Ethernet
überhaupt versteht. Es ist eine Datennetztechnologie,
die nur
über ein angeschlossenes Kabel funktioniert und findet ihre
Anwendung in lokalen Datennetzen, so genannte LANs. Es werden damit Datenrahmen zwischen allen in dem lokalen Netz angeschlossenen Geräten, wie zum Beispiel Drucker, Computer, Scanner oder andere, ausgetauscht.
Ursprünglich wurde die Technologie des Ethernet nur innerhalb eines Gebäudes genutzt. Inzwischen sind aber auch Übertragungen über recht weite Entfernungen möglich.
Durch Ethernet werden Kabel- und Steckertypen sowie Paketformate und Protokolle festgelegt. Außerdem wird dadurch die Bitübertragungsschicht signalisiert. Ethernet bildet auch die Grundlage für Netzwerkprotokolle.
Die Grundlage für Ethernet ist die Idee, dass sich alle Teilnehmer eines LANs über eine Art Funksystem, das allerdings innerhalb eines gemeinsamen Kabelnetzes liegen muss, austauschen können. Dafür erhielt jeder der Teilnehmer einen Schlüssel aus 48 Bit, der auch unter dem Begriff Mac-Adresse bekannt ist. Damit werden alle Systeme des Ethernet eindeutig benannt und es ist eine konkrete Identifizierung jedes Teilnehmers möglich.
Die Daten werden im Ethernet mittels einer Technologie, die optische und akustische Signale übertragen kann, ein so genanntes Übertragungsmedium, im Basisbandverfahren übertragen. Basisbandverfahren heißt, dass die Daten im Zeitmulitplexverfahren übertragen werden. Das ist eine Methode, mit der die Signal- und Nachrichtenübertragung erfolgt. Es werden dabei mehrere Signale zusammengefasst und gleichzeitig über ein Kabel übertragen.

Ethernet funktionierte in seinen anfänglichen Ausprägungen sehr gut, so lange der Traffic, den die Kabel zu übertragen hatten, relativ niedrig blieb. Allerdings stieg die Chance, dass das Netz ausfiel, stark an, sobald sich mehr Teilnehmer in das Netz einklickten.
Switched Ethernet
Eine gute Arbeit mit dem Netzwerk
war schon nicht
mehr möglich, wenn es zu mehr als fünfzig Prozent
ausgelastet war. Damit betrat das so genannte Switched Ethernet
die
Bildfläche. Mit Switched Ethernet sollte die vorhandene Bandbreite maximiert werden. Dabei wurden die Hubs, also die Geräte, die im Netzwerk einen Knoten bildeten und alle andere Geräte in Form eines Sterns miteinander verbunden, durch Switchs ausgetauscht. Diese Switching Hubs analysieren den Verkehr im Netzwerk und treffen eigenständige Entscheidungen.
Switches verhindern also die Kollision von Daten, wenn mehrere Teilnehmer gleichzeitig senden. Auch ein Empfang von Daten ist dann an mehreren angeschlossenen Geräten gleichzeitig möglich.
Nutzung des Ethernet
Es gibt verschiedene Medientypen, die ihre Anwendung in der Technologie
des Ethernet finden. Alle Ethernet Varianten
sind vor allem dadurch zu
unterscheiden, dass sie in unterschiedlicher
Geschwindigkeit Daten
übertragen. Auch die Ethernet
Kabeltypen, die zum Einsatz kommen, sind
verschieden.
Ethernet Leitungscode
Das dritte Unterscheidungskriterium
ist der Leitungscode.
Dieser Code legt fest, wie ein Signal übertragen wird. Dabei
werden bestimmte Pegelfolgen den Sequenzen von Bits im Datenstrom
zugeordnet. Außerdem erfolgt eine Kodierung.
Ethernet
anschließen -Koaxialkabel
Als erster Medientyp im Bereich Ethernet
wäre hier die
Verbindung über
Koaxialkabel zu nennen. Die Teilnehmer werden dabei über ein Koaxialkabel mit einem Wellenwiderstand, der 50 Ohm beträgt, miteinander verbunden. Bei dieser Variante können nur maximal 30 Teilnehmer miteinander verbunden werden, die Leitungsstrecke darf 185 m nicht überschreiten. Der Abstand zwischen zwei Teilnehmern muss immer mindestens einen halben Meter betragen. Es gibt dabei noch eine Reihe weiterer Dinge zu beachten.
Der Nachteil ist, wenn an einer Stelle das Kabel defekt ist, fällt das gesamte Netzwerksegment aus. Die manuell konfektionierte Kabel sind dabei besonders defektanfällig, vor allem, wenn der zugehörige Stecker nicht korrekt befestigt wurde.
Ethernet
anschließen - Twisted Pair
Ein weiterer Medientyp ist das Ethernet
über Twisted Pair
Kabel. Dieses Kabel besitzt vier Adern in deren Mitte
jeweils ein Hub
oder auch ein Switch befestigt wurde. Jeder Teilnehmer erhält
einen so genannten Anschlussport. Die gesamte Länge der
Leitungsstrecke darf maximal 100 m betragen.
Fast Ethernet
Ganz wichtig an dieser Stelle ist noch das 100 Mbit/s Fast Ethernet.
Hierbei kommen Twisted
Pair Kabel und Glasfaserkabel
zum Einsatz.
Hierbei erfolgt eine kontinuierliche Übertragung, damit
entfällt die Einschwingphase des Empfängers, die
immer relativ aufwändig war. Unabhängig von der
Leitungsauslastung wird ein gleichmäßiges
Frequenzspektrum erzeugt.
Wrap
Seit neuestem gibt es die so genannte Warp Technologie.
Dabei wurde ein
"schwebende Schirmung" verwendet. Das heißt, Kabel und Module
sind zwar geschirmt, sind aber nicht kontaktiert und liegen nicht auf
Erd-Potenzial. Durch diese Technik
können keinerlei
Kapazitäten zur Erde aufgebaut werden, wodurch bei der
Übertragung von
Daten die Bandbreite nicht
beeinträchtigt wird. Außerdem werden alle
Störungen
ausgemerzt, die sich auf die Adern der verwendeten
Kabel legen können. Dazu werden die ankommenden Signale symmetrisiert. Auch die spezielle Schirmung kann dazu dienen, störenden Signale zu verhindern. Die Technik kommt dann zum Einsatz, wenn sich Störungen nur auf eine der beiden verwendeten Kabelarten auswirken können.